Spielbericht MSC Taifun Mörsch

„Das war ein bisschen wie Bayern gegen Dortmund. Und wer die Dinger nicht macht bekommt halt hinten welche rein“.

So das Resümee von Dovydas Zilius nach dem Spiel gegen Taifun Mörsch. Relativ nüchterne aber passende Worte in Anbetracht dessen, hier gerade den Führenden der Südliga mit 4:1 nach Hause geschickt zu haben. Ein Ergebnis mit dem wohl kaum jemand gerechnet hatte und eine gute Ausgangslage um sich tatsächliche Chancen auf die nächste Runde auszurechnen.

Doch so deutlich wie es am Ende aussah war es nicht. Beide Mannschaften mussten auf je einen Spieler verzichten, in Form von Jan Berner auf Seelzer, sowie Patrik Palach auf Mörscher Seite. Und unsere Jungs legten sofort los wie die Feuerwehr und überrumpelten Taifun bereits mit dem ersten Angriff. Tobias Hahnenberg kommt frei von der linken Seite zum Schuss und bringt den Ball irgendwie durch die Beine von Torwart Oliver Potthoff in den Kasten. Infolge dessen merkte man den Gästen die Überraschung des frühen Rückstandes und die Probleme auf unserem Platz sicher an. Beide Teams boten sich ein gutes ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, jedoch hielten Potthoff und Hahnenberg ihre Kästen sauber. Doch auch die Defensive beider Mannschaften stand weitesgehend sicher. Bis zur 19 Minute, als sich kurz vor Schluss Manuel Fitterer frei ca. 12 Meter vor dem Tor befindet und den Ball ins linke obere Toreck beförderte. Mit dem 1:1 ging es dann auch in die Pause.

Nach der Pause sahen die rund 100 Zuschauer weiter starken Motoball beider Teams, in dem gekämpft und geackert, geflucht aber fair gefightet wurde. Tore fielen in dem zweiten Viertel nicht, jedoch gab es Chancen auf beiden Seiten, sowie Aluminiumtreffer und gute Paraden der beiden Torhüter. Ein Tor schossen die Mörscher sogar, jedoch fuhr der Mörscher Spieler in dieser Aktion auf die Kreislinie, weshalb der Treffer zum Glück aus unserer Sicht nicht zählte.

Nun ging es in den dritten Abschnitt und man konnte die Anspannung beinahe hören. Beide Teams gaben weiter Gas und schließlich konnte gejubelt werden, als Tobias Hahnenberg in der 46. Minute den Ball links im Tor unterbringen konnte. Doch genau das schien die Gäste noch einmal zu wecken. Von der 50. bis zur 60. Minute gab es die scheinbar stärkste Phase zu bestehen, in der unsere Jungs förmlich hinten eingeschnürt worden. Doch das Aluminium und der stark aufgelegte Kevin Hahnenberg im Kasten verhinderten den Ausgleich und brachten die knappe Führung in dass letzte Viertel.

Auch im letzten Abschnitt ging es erstmal mit einem Übergewicht für Taifun los, welche aber nicht so zwingend waren wie im dritten Abschnitt. Wir kamen wieder etwas öfter zu Entlastungsangriffen und bei einem dieser Angriffe in der 73. Minute zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt. Was genau zu der Entscheidung führte ist im Tumult nicht ganz klar geworden, doch ganz klar zu sehen und zu bejubeln war der Schuss und Treffer von Vygandas Zilius zum 3:1. Dieser Treffer wirkte im Anschluss wie ein K.O. Schlag, denn auf einmal war das Tempo raus und statt erneuter Angriffswellen ist unser Team wieder obenauf gewesen. Somit kam nicht mehr viel auf das eigene Tor, es wirkte als glaube Taifun nicht mehr daran hier heute noch etwas reißen zu können, während unsere Jungs die Chance spürten noch etwas für das Ergebnis zu machen, besonders im Hinblick auf das schwierige Rückspiel in Mörsch. So war es das in der Nachspielzeit, als bereits niemand mehr damit rechnete, der Ball an der Grenze des Kreises an die rechte Torseite gespielt wird. Dort war Stefan Schwarz zur Stelle, von dessen Vorderrad der Ball genau vorbei an den Mörscher Torwart seinen Weg in das Tor fand.

Damit war dann auch Schluss in Seelze. Mit einem überraschendem 4:1 hat man eine gute Ausgangslage geschsaffen um sich berechtigt Hoffnungen zu machen weiter zu kommen. Jedoch ist man sich der Stärken des heutigen Gastes auf dessen eigenem Platz gewusst und nicht selten mussten wir hohe Niederlagen im Süden einstecken, weshalb man sich nicht auf diesem Ergebnis ausruhen darf. Doch eines darf man auf jeden Fall. FEIERN über diesen grandiosen Sieg.

 

Es spielten für Seelze

Kevin Hahnenberg, Jerome Hahne (TW), Mario Zimmermannn, Tobias Hahnenberg, Dovydas Zilius, Niclas Eberle, Vygandas Zilius, Leon Bobbert, Stefan Schwarz

 

Das nächste Spiel findet bereits am nächsten Sonntag statt, da begrüßen wir den MSC Kobra Malchin zum nächsten Ligaspiel.

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